Rømø  2012
 
 

Das Kiteflyersmeeting auf Fanø war kaum vorüber, da gingen die Vorbereitungen für das nächste Drachenfest bereits los. Was packe ich denn Feines mit ein. 
Auf Fanø war mein Auto an seine Kapazitätsgrenzen gelangt. Also musste die Auswahl wohl überdacht werden. Denn auf der Rückfahrt werden bestimmt ein paar Drachen mehr im Auto sein. 
Nach vielem hin und her, habe ich dann lediglich meine Sleds, die Windspiele und ein paar Zappeldrachen eingepackt. Der Urlaub konnte beginnen.
Der Weg führte uns (Tina und mich) wieder in Richtung dänischer Nordsee, nur diesmal zur Insel Rømø.

Die Begrüßung war wie immer recht stürmisch, Petrus hatte mal wieder alle Schleusen geöffnet und es blies uns eine kräftige Brise entgegen. Das kann ja lustig werden, denn die Prognosen fürs Drachenfest sahen auch nicht sehr rosig aus.

In der ersten Woche war dann reinstes Aprilwetter. Sonne, Regen, Sonne, Regen und der Wind blies mit 5 bis 7 Windstärken. Mit dem Einleinerfliegen war´s das dann wohl. 
Zum Glück, als hätte ich es geahnt, hatte ich ja noch eine paar Zappeldrachen mit eingepackt. 

Klick mich und ich werde gross...
Klick mich und ich werde gross...
Also auf zum Strand, Geschirr angelegt, Drachen eingeklingt, Leinen angezogen und ab ging die Lucie. War das ein Spaß !!!    Von Null auf  Hundert in 3 Sekunden. 
Nein, war nur Spaß. Bis 90 Kilo sich in Bewegung setzen dauert es schon ein bisschen länger.
Aber mir kam es so vor.
Am späten Nachmittag fand dann der Spaß ein jähes Ende. Ein Anknüpftampen und eine Schnur dachten sich, nun mögen wir nicht mehr, und haben einfach den Drachen losgelassen.
Zum Glück blieben die Drachen unversehrt.

Nach Tagen des langen Wartens ohne Drachen kam nun endlich das heiß ersehnte Drachenfest.
Freitag aufgewacht und zum Fenster rausgeschaut. Regen, Regen, Regen, Regen und der Wind ,na ja,  wie schon die Tage zuvor bei 5 bis 7 BFT. 
Na toll ! 
Was tun ???  Da war doch was. Ach ja. Mein Lieblingsdrachenladen hat ja eine Filiale auf Rømø. Und zum Drachenfest gibt es ja auch immer das eine oder andere Schnäppchen. 
 - Auf und hin. -

Was soll ich sagen auf der Rückfahrt war das Auto voller. 

Gegen 15:00 Uhr hatte Petrus dann doch ein Einsehen mit uns Drachenfliegern und hat die Wolken beiseite geschoben, aber nur die Wolken, denn Wind war immer noch mehr als benötigt. 
So langsam füllte sich dann auch der Strand und der Himmel. 
Wir haben dann auch gleich die neu erworbenen Drachen ausprobiert.....

Klick mich und ich werde gross...
Klick mich und ich werde gross...
......und zu guter letzt wurde der Abend dann noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang gekrönt. Als wenn Petrus was gut zu machen hätte.

Samstag aufgewacht und zum Fenster rausgeschaut. Regen, Regen, Regen......
......Nein, so gemein ist Petrus ja nun doch nicht. Sonne und Wolken wechselten sich munter ab und der Wind blies mit Minimum 33 km/h, in Böen bis 47 und ab und zu auch bis über 50.
Also ein freies Plätzchen gesucht, Plane ausgelegt, Bodenanker gesetzt und erst mal die Sleds in den Himmel gelassen. 
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Was hänge ich in die Leine ?
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Hab mich so sehr gefreut, meinen Red Dragon fliegen zu lassen. Aber bei dem Wind.    Nö !!!
War im Nachhinein auch gut so, denn ein Stückchen weiter, hatte einer die gleiche Idee, nur mit dem Unterschied, dass er Ihn in die Leine gehängt hatte. 
Er flog ......... ganze zweieinhalb Minuten .     Und dann, dann war Schluss mit lustig. 
Der Lifter zog nach links, in zwei andere Drachen hinein und zu Boden. Aus und vorbei.
War nicht der einzigste Drache der sich am heutigen Tag so verabschiedet hat. Sind auch einige in die Dünen geflogen. Einmal kam sogar die Feuerwehr mit Blaulicht auf den Strand gefahren. Konnte aber leider nicht erkennen was los gewesen ist.
In meine Sleds hab ich dann die etwas kleineren Windspiele eingehängt.

Klick mich und ich werde gross...
Klick mich und ich werde gross...
Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...
Am Nachmittag hab ich dann auch noch eine kleine Runde auf dem Strand gedreht, um zu Schauen was so alles los war.


Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...
Klick mich und ich werde gross...
Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...
Klick mich und ich werde gross...

Es gab auch zwei abgesteckte Flächen auf denen so Einiges geboten wurde. Ein dänisches Drachenteam zeigte seine Künste mit ihren Vierleinern. Aus gegebenen Anlass wurden jedoch nur Vented Vierleiner eingesetzt, da es jeden Standardvierleiner zerfetzt hätte. 

So gab es für jeden etwas zu schauen.

Zum späten Nachmittag leerte sich dann so langsam der Strand um sich dann zur Dämmerung wieder zu füllen. Es fand noch ein Nachtflugwettbewerb statt. Die Drachen funkelten mit den Sternen um die Wette. Welch Augenschmaus. 
Wobei, was noch viel schöner war - als sich nach dem Nachtflug der Strand so nach und nach  leerte, das letzte Auto verschwunden war und die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten - war der Sternenhimmel. In absoluter Finsternis war der Himmel vor lauter Sternen nicht mehr zu sehen. Wow !!! 

Was schrieb ich gerade: Finsternis. In welche Richtung muss ich eigentlich zurück. Ich hab die Hand vor Augen nicht mehr gesehen. Wenn am Campingplatz nicht zwei etwas höhere Laternen gewesen wären, hätte ich bestimmt nicht zurückgefunden.
 
 
 

Sonntag war der schönste Tag vom Drachenfest. Sonne, Wolken, kein Regen und ein Wind mit 28 km/h in Böen bis 38 Km/h.
Zum Nachmittag hab ich es dann auch mal kurz gewagt.

Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...

Auch wenn das Drachenfest auf Rømø nicht so groß ist wie das auf Fanø. Ist es doch immer wieder eine Reise wert.

Übrigens am Montag hat sich Petrus schlafen gelegt. Kein Wind, Sonne, strahlend blauer Himmel und 20 C. 
Am Dienstag war er dann wieder ganz der Alte. 

MM

 

© Matthias M.