28.Internationales 
Kite-Fliers-Meeting 2012 
und
ein Grund für Fanø

m Sonntag den 03.06. machte ich mit einem vollgepackten Auto auf den Weg Richtung Fanø.   Mit einem erforderlichen  Zwischenstopp kurz vor der dänischen Grenze, um noch  GFK – Stäbe für unseren Cody einzuladen. So erreichte ich die Insel gegen 17.00 Uhr bei kühler aber sonniger Witterung, mein Plätzchen auf dem Campingplatz konnte trocken bezogen werden.
 
Montag, 04.06.12

Dieser Tag begann mit Sonne und Windstärken von 5- 6 in Böen 7 Bft aus
NW.  Der Sand hatte somit die unangenehme Eigenschaft sich vom Boden  zu lösen und wie zerfetzte Bettwäsche über den Strand zu hetzen. Ein Fliegen war somit nicht möglich,  auch gut. Ich hatte mein Fahrrad dabei und machte eine kleine Fahrradtour unterbrochen durch eine Stippvisite bei Sonja und Henry.                      Heike, Carsten, Richard  und Johannes stießen auch noch dazu. Begrüßung mit Kaffee, Kuchen und Drachengeplauder. 
 
Dienstag, 05.06.12

Auch an diesem Tag wurde das Fahrrad für eine Strandtour genutzt. Wacker im 2. Gang kämpfte ich gegen den noch frischen Nordwest an. Am Strand traf ich schon auf vertraute Gesichter, so wie es aussah war die Drachengemeinde fast wieder komplett. Danach machte ich mich velotechnisch auf zur Nordspitze. Auf Höhe des Fähranlegers genoss ich den schönen und sonnigen Abend in Lee. 

Klick mich und ich werde gross...
Zurück auf dem  Campinglatz  gönnte ich mir noch einen gebackenen Schafskäse mit Tomaten , Zwiebel und einen warmen Schlafsack .
 
Mittwoch,  06.06.12 

Das Wetter war am Vormittag sonnig und im Gegensatz zu den vergangenen Tagen auch etwas wärmer,  bei 2-3 Bft sollte heute mein neuer 2/ 360 Roloplan seinen Jungfernflug absolvieren. Eingestellt hatte ich ihn am Vortage in der Halle. Der Drachen stieg gerade hoch kippte aber nach ein paar Flugminuten nach vorn über und segelte  zur Seite  Richtung  Boden. Er war etwas zu flach eingestellt, es musste also noch einmal nachjustiert werden. Na ja, man hat ja auch noch Drachen, die fliegen. 
Der 3 m Roloplan erfüllte diese Anforderungen, gezeichnet von etlichen Flugstunden musste er nun herhalten. Am Nachmittag fing es leider an zu regnen, so wurde in aller Eile die Klamotten zusammengepackt und wir begaben uns zum Campingplatz. Nicht alleine, denn Roman der um  13.00 Uhr auf Fanø eintraf, begleitete mich.  Am Abend wurde in der Halle der Roloplan  etwas steiler eingestellt,  jetzt sollte er fliegen. 

Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...

 
Donnerstag, 07.06.12

Der Roloplan absolvierte heute mit einerWindstärke von 3-4 Bft seinen erfolgreichen und optimierten Jungfernflug. Ich war begeistert, die 3,60 m Spannweite  sieht man ihm am Himmel gar nicht an. Auch Carsten hatte einen  Jungfernflug mit seinem Streifengenki . Schönes Teil. Herzlichen Glückwunsch

Klick mich und ich werde gross...
Die Drachenfraktionen fanden sich langsam am Strand ein. Es wurde so einiges an den Himmel gestellt.  Ich wollte noch meinen neuen Lindenberger N- Dachen ausprobieren . Nach etlichen Waageeinstellungen  durch Roman flog er eigentlich ganz ansehnlich, er braucht allerdings auch kräftige Anströmung. Eine 4 sollte es schon sein. Der Drachen hat allerdings eine Besonderheit, er ist nicht sehr groß, eine Spannweite von 24 cm muss reichen, gebaut im Maßstab 1: 5. 
Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...
Dann fing es wieder an zu regnen und fluchtartig verließen wir den Strand. Es war trotzdem ein gelungener Tag. 
Eine SMS von Charles aus Lörrach, wartend auf den Autozug, kündigte sein Eintreffen am nächsten Tag an. Na dann gute Reise.
 
Freitag, 08.06.12

Es schüttet bereits seit der vergangenen Nacht wie aus Eimern. Besserung ist nicht in Sicht, na toll. Der Petroleumofen leistet gute Dienste, es ist warm und trocken. Erst einmal frühstücken. Kurze SMS an Charles der irgendwo vor Hamburg sein muss. Er wird vor 14.00 Uhr nicht auf der Insel sein, vielleicht gießt es dann nicht mehr aus Eimern sondern nur noch aus Bechern. Es wäre auf jeden Fall hilfreich für den Zeltaufbau. 
Ich werde den Vormittag bei diesem Sauwetter in der Halle verbringen  und noch einige Feineinstellungen an meinem 3er Roloplan  vornehmen. SMS an Roman  mit Einladung  für ein Treffen in der Halle. Etwas später hörte der Regen auf und es zeigten sich erste blaue Störungen am Himmel und siehe da die Sonne scheint. Wetterwechsel live auf Fanø, schnell und unberechenbar.

Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...
Der Strand ruft und wir folgen. Roman fährt schon mal vor. Als ich am Strand eintreffe  brezelt die Sonne vom Himmel, so dass ich gleich zur Sonnencreme greifen musste. Der Wind blies mit 2-3 Bft aus West. Es ist nicht zufassen, als ob der Wettergott oder wer immer sich dafür verantwortlich zeichnet uns ärgern will: Rein in die Kartoffeln,  raus aus den Kartoffeln. 
Der Tag kann so bleiben. Dankbar blinzeln  wir in die große Laterne. Der 3er Roloplan wird an den Himmel gehängt und siehe da, das Hallentraining hat Früchte getragen, er fliegt perfekt.  Heike, Carsten , Sonja und Henry sind auch bereits am Strand und wir genießen diesen Sonnentag, hatte ich nicht gesagt: ,, Besserung ist nicht in Sicht“. 
Um 13.30 Uhr trifft endlich der Grund für Fanø ein. 
Klick mich und ich werde gross...
Unter dem ganzen Drachengestänge schält sich Charles, unserer Schweizer Eidgenosse aus seinem Auto und erblickt das Licht der Drachenwelt. 
Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...
Nach einer ausgiebigen Begrüßung aller Beteiligten wird sofort der Campingplatz angefahren, das Zelt muss ja schließlich noch aufgebaut werden. Wir hatten gerade das Außenzelt über dem Gestänge verankert, da fing es doch tatsächlich an zu regnen. Nur ein kurzer Schauer, Schwein gehabt. Danach ging es wieder an den Strand.  Roman , Richard und Johannes waren von der Crew übriggeblieben , alle anderen hatten sich von dem Schauer in die Häuser treiben lassen. Wir aber flogen noch voller Genuss bis in den späten Abend hinein. Der Wind frischte auf fast 4 Bft. aus SW auf. 
Charles holte seinen blauen N-Drachen hervor, Frank seinen Kusnezow und ich meinen neuen kleinen N- Drachen.
Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...
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Der Kleine entwickelte doch einen beachtlichen Zug, nach dem Motto wie der Vater so der Sohn. Nach ausgiebigen Lüften der Baumwollteile  verließen wir gegen 21.30 Uhr den Strand und nach einem so schönen Tag verkrochen wir uns in die Schlafsäcke.
Ich stehe ja eigentlich auf größere Drachen, aber jede Medaille hat ja bekanntlich zwei Seiten. So gibt es auch in unserer Drachengemeinde einen Freund der kleine und kleinste Drachen bevorzugt. Johannes hat diese Nische mit Perfektion besetzt. Dieses Jahr wurden seine Drachen in einem kleinen Fahrradanhänger transportiert. Ein selbstgebauter Sperrholzkasten mit diversen Schubladen  beherbergten,  äußerst praktisch,  seine Kunstwerke aus Seide und Papier. Selbst seine Schnurhaspeln und Ankerfähnchen hatten dort Platz. 
Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...
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Samstag, 09.06.12

Die Wettervorhersage des Deutschen Seewetterdienstes hatte Recht, Starkwind und Sturm für große Teile der Nordsee. Schon in der vorangegangenen Nacht frischte der Wind auf 7-8 Bft auf. Die Zelte wurden noch einmal nachgespannt. Die Böen ließen nicht lange auf sich warten, unsere Behausung hielt aber den heranbrausenden Luftmassen stand. Das Wetter hatte am Morgen  noch eine Zutat bereitgestellt  Schauer, Schauer und nochmals Schauer. Das Fliegen wird heute wahrscheinlich ausfallen. 14 Grad zeigte das Thermometer,  gar nicht so schlecht, frieren müssen wir nicht dank unserer erprobten  Petroleumheizung . Nach dem Frühstück haben wir uns in die Halle verdrückt. Roman  kam auch noch vorbei;  so harrten wir trotz Starkwind und Regen aus.

Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...
Es wurde ein Rolo eingestellt, der kleinere Grund von Charles modifiziert und ein Six- Wing -Cody von Roman aufgebaut.
 So das reicht,  wir müssen an den Strand und wenn es nur darum geht die Windstärke zu messen  im Mittel 6, in  Böen 7-8. 
Eigentlich gar nicht so schlimm, wenn da nicht auch noch der Regen wär. Kurzer Trip zum Flutsaum, alles klar die Nordsee ist noch da. Heute läuft nichts mehr, ab auf den Platz.
Um 19.30 Uhr traf Cody- Klemens ein.  Der Dritte in unserer Campingrunde. In Anbetracht des beschissenen Wetters verzichtete Klemens auf den Aufbau seines Zeltes und nahm die Einladung von Charles dankbar an, die noch freie zweite Schlafkabine für diese Nacht zu belegen.  Es wurde noch ein netter Abend mit viel Unterhaltung in genüsslicher Wärme.
 
 
 
 
 
Sonntag, 10.06.12

Sonntagswetter sieht anders aus,  Regen und 5-6  Bft aus West. 
Aber irgendwann hörte auch dieser Regen auf und so wurde gleich der Strand inspiziert. Sehr viele Wasserpfützen, kein Wunder, aber wir fanden  noch ein trockenes Plätzchen. Zuerst einmal  wurde ein 240er Roloplan  an den Himmel gestellt, gefolgt von Roman oder war es umgekehrt?  Egal !. 
Danach machte Klemens seinen 120er Cody fertig und hing ihn unter die Wolkendecke, die an diesem Tage auch nicht mehr aufreißen sollte.  Charles baute in der Zwischenzeit seinen kleineren Grund auf. Schnur und Bodenanker waren bereit den Flug des Drachen zu unterstützen. Ich stand an der Seilrolle und hatte die Aufgabe das Teil möglichst schnell in die Höhe zu befördern. Gesagt, getan:  Klemens und Roman standen an der Waage stellten den Drachen an den Wind und ab ging’s. 

Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross... Klick mich und ich werde gross...
 Mit der Rolle auf der Flugschnur zerrte mich der Herr Grund quer durch die schon erwähnten Pfützen, na tolle Wurst. Mit klatschnassen Beinkleidern und Schuhwerk inkl. Socken  erreichte ich den Bodenanker.  Charles hatte die hinteren Waagepunkte mit einer durchlaufenden Schnur unter Kontrolle, trotzdem flog der Drachen anders als sonst. Was ist denn nun schon wieder los?? Er fuhr Fahrstuhl, das geht gar nicht, jedenfalls nicht beim Grund. Dieses untypische Verhalten steigerte sich in eine zusätzliche Seitenbewegung, aus der er sich nicht mehr stabilisieren konnte. Folge:  Am Boden zerstört, mehrere Spanndrähte gerissen, Gewindestangen verbogen und Tuch zerrissen. Charles nahm die Sache gelassen. 
Auch dieser Tag war, trotz Kleinholz,  ein gelungener sonnenfreier und, abgesehen von meinen Hosen,  ein trockner Tag. Auf dem Campingplatz  hatten  sich die Hüruper Bettina und Roggi für eine Woche campingmäßig eingerichtet. 
Nach einem gemütlichen Abendgeplauder beendeten wir diesen Sonntag.

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